9. Amrumer Mukoviszidose-Lauf – 26. Mai 2012
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Das Pfingst-Event der besonderen Art war ein grandioser Erfolg.
Die Fachklinik Satteldüne für Kinder und Jugendliche und die Regionalgruppe Amrum des Mukoviszidose e.V., hatten am Pfingstsamstag zu einem gemeinsamen Event der besonderen Art eingeladen.
Hierbei galt es eine möglichst große Popularität für die qualifizierte Arbeit der Fachklinik und gleichzeitig eine großzügige Unterstützung des Mukoviszidose Vereins zu erreichen, um so wiederum die aufwändige Behandlung und die nie stillstehende Weiterentwicklung von Therapiemethoden in dem Klinikum auf Amrum zu fördern.
Gepaart und verpackt in ein Familienfest in reizvoller Umgebung der Amrumer Natur, stellte sich das weitläufige Klinikgelände als idealer Veranstaltungsort dar.
Schon im Vorfelde wurde klar, dass der 1. Amrumer Mukoviszidose-Lauf unter der Schirmherrschaft der Schauspielerin Michaela May alle Erwartungen übertreffen würde. "Täglich kamen unzählige Anmeldungen hinzu und in der letzten Woche hatte ich unglaubliche vierhundert Mal den heimischen Telefonhörer am Ohr", berichtete Marcus Hausmann, treibende Kraft für die Laufveranstaltung. Aufgrund der enormen Bereitschaft der Bevölkerung, sich durch die Laufteilnahme, einem Sponsoring oder dem persönlichen Engagement in diese Benefizveranstaltung einzubringen, wurden die vielen Stunden der kräftezehrenden Vorbereitungen belohnt.
So wurde bereits Tage vor dem Lauf die Zweihunderter Marke bei den Anmeldungen überschritten. "Mit einer so ernormen Resonanz haben wir nicht im Traum zu rechnen gewagt", fährt er fort. Trotz der sichtliche Anspannung in der heißen Phase des Laufes fand er die Zeit, sich bei seiner Frau Gudrun für die enorme Kraft und Unterstützung bei dieser logistischen Leistung zu bedanken und ihr einzugestehen: "Ohne dich hätte das für mich voll in die Hose gehen können".
Gestecktes und erreichtes Ziel der Veranstalter war es, dass die teilnehmenden Läufer durch Sponsoren gefördert wurden und somit eine großzügige Spende an den Mukoviszidose e.V. Deutschland erlaufen werden konnte. Da auch eine Summe pro gelaufenen Kilometer gespendet werden konnte, stehen die genauen Spendensummen noch nicht fest. Aber es kann von einer Zahl von über 10.000 Euro ausgegangen werden, so Hausmann.
Das höchste Läufersponsorengeld konnte der medizinische Leiter der Klinik Prof. Dr. med. Karl Paul mit 659 Euro auf sich vereinen, gefolgt von der G 3 der Öömrang Skuul mit 580 Euro. Zur Belohnung für dieses Engagement wurden unter allen Teilnehmern attraktive Preise, wie zum Beispiel einen einwöchigen Verwöhnaufenthalt im vier Sterne Romantikhotel, verlost.
Unter der hervorragenden Moderation von Michael Hoff, von der Amrum Touristik, gestaltete sich der Zieleinlauf eines jeden Teilnehmers gebührend. Bemerkenswert war die große Bandbreite der Teilnehmer, von Michaela May und Karl Paul, über hoch schwangere Frauen, einer Schulklasse, Walkern, ganz kleinen und ganz alten, ganz schnellen und auch eher langsamen und sogar Mukoviszidose-Patienten war unter den 250 Teilnehmern alles dabei. Die große Runde, 25 km, wurde dabei von 47 Hartgesottenen bewältigt.
Jan-Peter Brückner kam dabei als Schnellster nach 1.55.57 ins Ziel. Schnellster Amrumer war Erk Winkler als sechster mit 2.12.03. Herr Rubiales aus Hamburg mit 65 Jahren ältester Läufer der großen Runde wurde achter und mit der außergewöhnlichen Leistung als Mukoviszidose-Patient kam der zweiundvierzigjährige Burkhard Farnschläder mit 2.27.54 als dreizehnter ins Ziel. Bei der 4,5 km langen Laufstrecke war der zwölfjährige Phillip Winter als erster nach 21,43 Minuten wieder am Ziel. Michaela May traf in einem Pulk von Kindern nach 27,50 Minuten im Ziel ein. "Für sie stellte sich nach eigenem bekunden, die gemischte Laufstrecke durch den Wald, über den Strand und durch die Heide als sehr schön dar".
Die Fachklinik Satteldüne öffnete für alle interessierten Besucher ihre Türen und bot auf dem Klinikgelände und in einem großen Festzelt den ganzen Tag über ein buntes und abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie.
Einer der zahlreichen Höhepunkte des Tages war sicherlich der Ballonkünstler Asiv Karim, der es durch seine besondere Fähigkeit, Modellierballone in kreative Skulpturen zu verwandeln, immer wieder verstand, sein Publikum grenzenlos zu begeistern. An diesem Nachmittag konnten sich die Besucher an rund zweihundert Kreationen erfreuen.
Musikalisch erwartete die Besucher ein Programm, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte. Neben der "Top-Forty"-Band "High Lights", einer der bekanntesten Livebands aus NRW, spielten "Querbeet", die Amrumer Blaskapelle und die "Amrumer Soulband" auf. Wobei letztere eine wahre Fangemeinschaft hatte, die das riesige Festzelt füllte und für gute Stimmung sorgte. Neben all diesen akustischen Leckerbissen kam natürlich auch für das leibliche Wohl der Besucher nicht zu kurz.
Zahlreiche Informationsständen gaben Auskunft über die vielfältigen Aufgabenschwerpunkte der Fachklinik, die erst vor wenigen Wochen als Mukoviszidose-Zentrum unter der Leitung von Prof. Paul zertifiziert worden ist. Darüber hinaus wurden auch Klinikführungen angeboten. Die den zahlreichen Interessierten einen Eindruck über die Therapiemöglichkeiten zur Linderung dieser Erkrankung sowie zur Behandlung weiterer Behandlungsschwerpunkte wie Asthma, Neurodermitis und Adipositas (Übergewicht) vermittelten.
Für die leider bisher unheilbare Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose mit ihren Begleiterscheinungen, wie zum Beispiel der chronischen Lungenentzündung, quälendem Husten und Atemnot, werden zur Steigerung der Lebensqualität und Verbesserung der eingeschränkten Lebenserwartung intensive Behandlungsmaßnahmen wie Physiotherapie (Krankengymnastik), Antibiotika-Therapie, Ernährungsberatung und eine psychosoziale Betreuung angewendet.
Am frühen Abend lud Michaela May in die Klinikschule zu einer Lesung von Werken Elke Heidenreichs und Doris Dörrie zum Thema Liebe und Partnerschaft ein Die gebürtige Münchnerin engagiert sich schon seit Jahren bundesweit für die Mukoviszidose und freute sich über einen weiteren Spendenbeitrag.
Der kaufmännische Direktor der Klinik, Peter Schauerte, freute sich besonders über die große ehrenamtliche Hilfe aller Beteiligten, wobei ein großes Lob an die Belegschaft der Klinik geht, der Teil der den laufenden Patientenbetrieb gesichert hat und die, die ihre Freizeit für den guten Zweck geopfert haben.
Thomas Oelers, 1.6.2004, www.amrum-news.de

